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Über 250 Jahre Rhöner Orgelbautradition
Seit 1874 in Familienbesitz.

Werkstätte für Orgelbau
und Restaurierung

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Die Reger Orgel in Meiningen, III/56

     
Erbaut:
Erweitert:
Restaurierung:
Neue Windversorgung:
1889
1932
1994-96
2006
Martin Schlimbach & Sohn
Eberhard Friedrich Walcker
Hey Orgelbau
Hey Orgelbau
 
Reger Orgel
     
Reger-Orgel Die grosse Reger Orgel
in
Meiningen.
Max Reger Orgel
   
Das Oberwerk mit den durchschlagenden
Zungen:
Dulcian 16' und Klarinette 8'
   
Rechts: Das Schwellwerk

Links: Blick auf das Hauptwerk

     
Der Spieltisch
  Die alten Gebläse
Einbau des neuen Gebläse mit
neuer Windführung über
Holzkanäle.
   
Detailfotos vom neuen Gebläse


 

Die Reger Orgel der Stadtkirche,
"Unser lieben Frauen" in Meiningen

____________________________
Max Reger, J. S. Bach, Gustav Mahler,
Günter Raphael, Johannes Brahms,
Lèon Boellmann

Orgel: Stadtkantor Christian Glöckner

 

 

 

    10,00  €
+ Versand



 
Die Max Reger Orgel

"Hat Max Reger denn Orgeln gebaut? So fragen viele Besucher unserer schönen Stadtkirche, zurecht. Nein, natürlich nicht, ist die Antwort! Aber er hat viel auf der Orgel der Meininger Stadtkirche gespielt, die die Firma Martin Schlimbach & Sohn aus Würzburg 1889 als sog. „Schwalbennest“ im Raum unter der herrlichen Fensterrosette zwischen den beiden Türmen fertiggestellt hat. Unter dem Klangeindruck dieser Orgel komponierte Max Reger auch die bedeutenden Orgelwerke der Meininger Zeit 1911-1914. Vor allem aber hat er nicht unwesentlichen Einfluß auf ihre weitere Entwicklung genommen. Es gibt natürlich weitere Orgeln, mit denen der Komponist mehrfach zu tun hatte (z.B. die ehemalige Schützenhaus - Orgel von 1914, die in den 20-er Jahren nach Berlin - Haselhorst verlagert wurde, sowie weitere Orgeln in Bad Salzungen, Weiden, Wiesbaden, Leipzig u.a.).


Es gibt übrigens auch Bach - Orgeln, Mozart - Orgeln, Bruckner - Orgeln etc. unter gleichem Aspekt! Regers Veränderungswünsche der Schlimbach - Orgel, die übrigens auch Johannes Brahms aus seiner Meininger Zeit her gut kannte und schätzte, wurden nach Regers Tod erst 1932 mit dem umfassenden Umbau und die Erweiterung durch die Fa. Eberhard Friedrich Walcker realisiert. Eine sinnvolle Veränderung der Disposition, sowie die Erweiterung der Orgel um das von Reger gewünschte Schwellwerk (III. Manual) gaben der Orgel ihr bemerkenswertes Klanggewand, so daß der damalige Kirchenmusikwart der Thüringer Evangelischen Kirche am 24.10.1932 in seinem Gutachten u.a. schreiben konnte: „Die Kirchgemeinde Meiningen kann sich freuen, daß sie nunmehr in ihrer Kirche ein Orgelwerk besitzt, daß größten Anforderungen gerecht werden dürfte.“ Dies schrieb kein Geringerer als Professor Erhard Mauersberger, der spätere Thomaskantor, von seinem Eindruck der Orgelabnahme!
 

Die bemerkenswerte Geschichte der Orgel erlitt mit dem Bombenangriff am 23.02.1945 einen tragischen Fortgang. Durch Bombenschäden an der Kirche wurde auch die Orgel beträchtlich miteinbezogen. Ende der vierziger Jahre nur unzureichend bis mangelhaft repariert, sowohl im technischen, wie auch im klanglichen Zustand. Zu Zeiten der DDR konnten diese Mängel nicht behoben werden, sodaß ein bedenklicher Verfall einsetzte. Nach der Wende nun wurden diese längst überfälligen Probleme und Arbeiten durch Gutachten von Sachverständigen und Kostenvoranschlägen von Spezialorgelbauwerkstätten angegangen.

Mit der Wiedereinweihung nach diesen sehr umfänglichen Reparatur- und Restaurationsarbeiten haben wir nun wieder ein Instrument, daß „größten Anforderungen gerecht werden dürfte". Die Orgel, die ganz bemerkenswert ein Stück Stadtgeschichte, besonders der Meininger Musikgeschichte dokumentiert. Sie ist ein Instrument der Jahrhundertwende mit großer Klangvielfalt für Musik der deutschen und französischen Romantik, aber auch des Barock, der Klassik und unseres Jahrhunderts. Das rechtfertigt allen zurückliegenden Einsatz!


Max Reger spielte und komponierte für diese Orgel die bedeutenden Werke seiner  Meininger Zeit, die 1911 bis 1914 besonders durch sein Wirken als Dirigent der Meininger Hofkapelle geprägt ist.

Christian Glöckner Stadtkantor, Meiningen

     

Disposition der Reger Orgel in Meiningen

I. Manual, HAUPTWERK, C - c’’’’

1. PRINCIPAL 16'    
2. QUINTADENA 16'    
3. PRINCIPAL

8'

   
4. HOHLFLÖTE 8'    
5. GAMBA 8'    
6. GEDACKT 8'    
7. OKTAVE 4'    
8. GEMSHORN 4'    
9. ROHRFLÖTE 4'    
10. QUINTE 2 2/3'    
11. OKTAVE 2'    
12. SCHWIEGEL 2'    
13. CORNETT, 3-5 fach 8'    
14. MIXTUR, 5-7 fach 2'    
15. SCHARF, 4 fach 8'    
16. TROMPETE 8'    
17. CLARINE 4'    
         

II. Manual, OBERWERK, C - c’’’’

         
18. PRINCIPAL 8'    
19. FLÖTE 8'    
20. ITALIENISCH PRINCIPAL 4'    
21. FLUTE HARMONIQUE 4'    
22. NASARD 2 2/3'    
23. PRINCIPAL 2'    
24. PICCOLO 2'    
25. TERZ 1 3/5'    
26. SIFFLÖTE 1'    
27. CYMBEL, 5 fach 1'    
28. DULZIAN 16'   durchschlagend
29. KLARINETTE 8'   durchschlagend
30. SCHWEBUNG 8'  
Tremulant  
 
 

III. Manual, SCHWELLWERK, C - c’’’’

         
31. NACHTHORN 16'    
32. PRINCIPAL    8'    
33. ROHRFLÖTE 8'    
34. DOLCE 8'    
35. VOX COELESTE 8'    
36. KLEINPRINCIPAL 4'    
37. BLOCKFLÖTE 4'    
38. SCHWIEGEL 2''    
39. QUINTE 1 1/3'    
40. CYMBEL, 5 fach 1/3'    
41. KRUMMHORN 8'    
42. MESSINGREGAL 4'  
Tremulant  
         
         

PEDALWERK, C - f’

         
43. PRINCIPALBASS 16'    
44. VIOLONBASS 16'    
45. SUBBASS 16'    
46. GEDACKTBASS 16'    
47. OCTAVBASS 8'    
48. VIOLONCELLO 8'    
49. BASSFLÖTE 8'    
50. QUINTBASS 10 2/3'    
51. OCTAVBASS 4'    
52. PEDALMIXTUR, 5 fach      
53. POSAUNE 16'    
54. TROMPETE 8'    
55. SCHALMEY 4'    
56. SINGEND CORNETT 2'    
         


Koppeln: Normalkoppeln, sowie Super- und Subkoppeln.


Setzerkombination SK II, A - H, 1 - 8, drei verschließbare Registerebenen, Koppeln und Spielhilfen verschiedenster Art (u.a. Crescendo - Walze)

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