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Fürstentum Liechtenstein:
Orgelneubau für das Frauenkloster Schellenberg,
II/17 |
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Erster Entwurf: |
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Zweiter Entwurf: |
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Die Windladenfertigung
hat
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Die Schiede und Kanzellen |
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Schleifen aus feinem
Eichenholz
mit
Bohranweisung
v |
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Die Windlade mit Schleifen |
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Die Pedalladen mit Stöcken |
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Die Manuallade |
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Tremulantenbalg |
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Fertigung der Ventile |
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Die Stöcke werden gekesselt und
ausgebrannt. |
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Holzpfeifenbau |
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Die Vorschläge der Prospektpfeifen wurden aus ausgesuchten
Eiche-
und Ahorhhölzern mit feiner Maserung gefertigt
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Das Gehäuse wird aus
feiner Eiche gefertigt. |
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Das Orgelgehäuse wird im
Montagesaal von
Hey Orgelbau aufgestellt. |
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Orgelbauer Thomas Hey
beim Pfeifenbau |
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Die Holzflöte 4' des
Hinterwerkes mit Deckblättern
aus Elsbeere.
Im Vordergrund: Die Schleifen
und Stöcke aus Eichenholz.
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Die Sprügelungen für die
Gehäusefüllungen werden per
Handhobel eingepasst. |
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Im Vordergrund ist das
Wellenbrett des Hinterwerk
zu sehen.
Dahinter die Manualwindlade
mit Flöte 4'.
Im Hintergrund das Orgelgehäuse
mit Gedacktbass 8'
im Prospekt der Pedaltürme. |
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Die neue Orgel im Montagesaal. |
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Spieltischbau |
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Die Manubrie |
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Elektrische Registerzüge
über Manual II > |
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 Spieltischdetails |
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| Eiche und Ahorn,
Klaviaturbacken mit Intarsien |
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Aufbau der Holzpfeifen < Holzpfeifen mit Ahorn
Deckblatt |
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Entwurf für die Ornamentik > |
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Ornamentik aus Ahorn und
Gehäuse aus Eiche. |
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GLORIA SANGUINI IESU
EHRE SEI DEM BLUTE JESU
Die neue Hey-Orgel in der
Kirche des Frauenklosters zu Schellenberg steht unter dem Leitwort GLORIA
SANGUINI IESU. So dient sie auf ihre Weise dem fortwährenden Lobpreis von
Jesu kostbarstem Blut, das der Herr - aus unendlicher Liebe -zum Heil der
Menschen vergossen hat. Das Erlöserblut ist "wie eine Posaune, die ruft"
(hl. Bernhard von Clairvaux); bei seiner Verehrung öffnet sich gleichsam
"die Schatzkammer der Weisheit und Heiligkeit" (hl. Kaspar del Bufalo).
Klangfülle und Klangschönheit der Jubiläumsorgel (150 Jahre Frauenkloster
Schellenberg: 1858 - 2008) tragen dazu bei, den unerschöpflichen
geistlichen Schatz des Kostbaren Blutes immer mehr und immer neu zu
entdecken. Sie unterstützen die besondere Aufgabe der
Klostergemeinschaft, welche in der Verherrlichung und immerwährenden
Anbetung des kostbaren Blutes Jesu Christi im heiligsten Sakrament des
Altares besteht.
Kurztext von S.Exz. Wolfgang
Haas
Erzbischof von Vaduz
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Abbau der Orgel und... |
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...sorgfältiges Verladen in den LKW. |
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Alles ist heil angekommen und wird in den Kirchenraum
gebracht. |
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Der Spieltisch kommt auf die Empore. |
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Die Bodenrahmen werden gelegt. |
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Die Ornamente werden eingebaut. |
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Nach 4 Tagen Montage.
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Fotos vom Gießen der Platten.
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Fotos vom Bau der Metallpfeifen |
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Die Pfeifenkörper werden Rundiert. |
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Gefährliche Orgelkäfer! |
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Segnung der neuen Hey-Orgel
durch S.Exz. Wolfgang Haas,
Erzbischof von Vaduz |
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Festliche Orgelweihe war am 21.
April 2007 um 14:00 Uhr durch S.Exz. Wolfgang Haas,
Erzbischof von Vaduz.
Orgel-Konzert von Thomas Nipp, Balzers. |
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Disposition der neuen Orgel I.
Manual, HAUPTWERK, C - g’’’
| 1. |
PRINCIPAL |
8' |
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| 2. |
GEDACKT |
8' |
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| 3. |
OCTAVE |
4' |
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| 4. |
VIOLA |
4' |
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| 5. |
WALDFLÖTE |
2' |
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| 6. |
MIXTUR 3 fach |
1 1/3' |
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II.
Manual, HINTERWERK, C - `g’’’ |
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| 7. |
HOHLFLÖTE |
8’ |
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| 8. |
SALICIONAL |
8’ |
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| 9. |
VOX COELESTIS |
8’ |
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| 10. |
HOLZFLÖTE |
4’ |
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| 11. |
NASARD |
2 2/3’ |
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| 12. |
FLAGEOLETT |
2’ |
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| 13. |
TERZ |
1 3/5’ |
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| 14. |
OBOE |
8’ |
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Tremulant |
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PEDALWERK, C - f’ |
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| 15. |
SUBBASS |
16’ |
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| 16. |
GEDACKTBASS |
8’ |
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| 17. |
BASSFLÖTE |
4’ |
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Die Orgelwerke stehen hinter einem Generalschweller |
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Normalkoppeln:
I/P, II/P, II/I |
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PRESSEMITTEILUNG DES ERZBISTUMS VADUZ
vom 21. April 2007
Neues Meisterwerk der Orgelbaukunst in der
Klosterkirche von Schellenberg
Am Samstag fand durch Erzbischof Wolfgang Haas im Beisein
der Schwesternfamilie und der geladenen Gäste die Einweihung der neuen Orgel
in der Kirche des Frauenklosters von Schellenberg statt. Nach der Segnung
sang der Konvent die erste Sonntagsvesper im gregorianischen Choral mit
Orgelbegleitung. Im anschliessenden Orgelkonzert, das der bekannte Balzner
Organist und Musiker Thomas Nipp auf meisterhafte Weise darbot, erlebten die
Anwesenden Klangfülle und Klangschönheit dieser "Königin der Instrumente"
und konnten sich von der hervorragenden Qualität der ersten Hey-Orgel im
Fürstentum Liechtenstein überzeugen. Virtuos spielte Thomas Nipp Werke von
Georg Friedrich Händel, Josef Gabriel Rheinberger, Johann Sebastian Bach,
Johann Pachelbel sowie Alexandre Guilmant und zwei eigene Meditationen über
gregorianische Themen.
Die deutsche Orgelbaufirma Hey aus Ostheim-Urspringen
(Unterfranken) hat mit der neuen Klosterorgel eine beeindruckende Leistung
ihres Handwerks erbracht. Regionalkantor Wolfgang S. Kraus, Sohn des
berühmten Regensburger Domorganisten Eberhard Kraus (gest. 2003), nahm die
erwünschte Prüfung (Collaudation) ab; er hält in seinem Gutachten unter
anderem fest: "Die neue Hey-Orgel der Klosterkirche Schellenberg kann
getrost als ein technisch, optisch und klanglich gelungenes Meisterwerk der
Orgelbaufirma bezeichnet werden. Sie gehört zwar sicher zu den kleineren
Werken im Schaffen der weltweit tätigen Firma, aber ihr Nuancenreichtum an
Klangfarben und die wunderbar an den wahrlich nicht einfach zu bewältigenden
Raum und die mindestens ebenso anspruchsvollen liturgischen Anforderungen
eines Anbetungsklosters abgestimmte Intonation verleihen ihr einen ganz
besonderen Stellenwert. Mit ihr steht der Schwesterngemeinschaft ein
Instrument zur Verfügung, das sich angenehm spielen lässt, das technisch
einwandfrei ist und das klanglich immer wieder neue Entdeckungen ermöglichen
wird. Das klangliche Spektrum der Orgel reicht von der charakteristischen
Einzelstimme in vielen Varianten bis zu einem nahezu sinfonisch zu nennenden
Gesamtklang, der akustisch einen weit größeren Raum vermuten lässt, als er
tatsächlich vorhanden ist." Das dreiteilige Orgelgehäuse auf der Empore der
Klosterkirche ist aus bestem Eichenholz gefertigt und künstlerisch
raumangepasst gestaltet. Die Orgel besitzt zwei Manualwerke und Pedal; sie
hat 17 Register sowie entsprechende Koppeln und Spielhilfen. Nahezu 1000
Orgelpfeifen dienen einer Fülle von Klangvariationen.
Erzbischof Haas wies in seiner Ansprache darauf hin, dass
es sich bei dem neuen Kircheninstrument gewissermassen um eine
"Jubiläumsorgel" handle. Am 21. Juni 2008 wird nämlich das Frauenkloster von
Schellenberg auf 150 Jahre seiner Geschichte zurückblicken können, welche
mit der sogenannten Ewigen Anbetung am 21. Juni 1858 unter bescheidensten
Umständen ihren Anfang nahm. Ebenso können auch die Missionare vom Kostbaren
Blut auf den gleichen Zeitraum ihres Wirkens in Schellenberg zurückschauen,
stand doch an der Wiege des dortigen Frauenklosters einer ihrer Patres,
nämlich P. Franz Sales Brunner, der im Rufe der Heiligkeit starb. Die 1880
eingeweihte Konventskirche im Schellenberger Frauenkloster erfuhr im Jahre
2001 eine grosszügige Neugestaltung und Weihe der Altäre. Die Schwestern
dieses Klosters wollten auf das 150-Jahr-Jubiläum hin einen besonderen
liturgischen Akzent setzen, und zwar durch die notwendig gewordene
Anschaffung einer neuen Orgel für deren Kirche. Dieser Wunsch ist nun in
Erfüllung gegangen. Namentlich durch zwei grosszügige private Spenden konnte
das Projekt verwirklicht werden, wofür den Sponsoren herzlicher Dank
gebührt. Sie und alle, die in irgendeiner Weise an der Schaffung dieses
Meisterwerkes beteiligt waren, besonders aber die Klosterfamilie und die ihr
verbundenen Gläubigen dürfen sich über die in jeder Hinsicht beeindruckende
Jubiläumsorgel herzhaft freuen. Der Orgelbaufirma Hey gebühren volle
Anerkennung und hohes Lob.
Erzbischof Haas betonte anlässlich der Orgelweihe: "Die
neue Hey-Orgel in der Kirche des Frauenklosters zu Schellenberg steht unter
dem Leitwort ‘Gloria Sanguini Jesu’ (‘Ehre sei dem Blute Jesu’). So dient
sie auf ihre Weise dem fortwährenden Lobpreis von Jesu kostbarstem Blut, das
der Herr - aus unendlicher Liebe - zum Heil der Menschen vergossen hat. Das
Erlöserblut ist ‘wie eine Posaune, die ruft’ (hl. Bernhard von Clairvaux);
bei seiner Verehrung öffnet sich gleichsam ‘die Schatzkammer der Weisheit
und Heiligkeit’ (hl. Kaspar del Bufalo). Klangfülle und Klangschönheit der
Jubiläumsorgel (150 Jahre Frauenkloster Schellenberg: 1858 - 2008) tragen
dazu bei, den unerschöpflichen geistlichen Schatz des Kostbaren Blutes immer
mehr und immer neu zu entdecken. Sie unterstützen die besondere Aufgabe der
Klostergemeinschaft, welche in der Verherrlichung und immerwährenden
Anbetung des kostbaren Blutes Jesu Christi im heiligsten Sakrament des
Altares besteht."
Die Orgellandschaft Liechtensteins ist nun um ein wahres
Meisterwerk der Orgelbaukunst reicher. Das kann gewiss Anlass zur Freude und
Dankbarkeit sein.
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vobiscum 03/2007: Die neue Orgel |
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