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Über 250 Jahre Rhöner Orgelbautradition
Seit 1874 in Familienbesitz.

Werkstätte für Orgelbau
und Restaurierung

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Fürstentum Liechtenstein: Orgelneubau für das Frauenkloster Schellenberg, II/17

     
     
Orgelkonstruktion Erster Entwurf: Erster Entwurf

 
Empore   Blick auf den Altar
Zweiter Entwurf: Zweiter Orgelentwurf  
Zweiter Orgelentwurf   Seitenschnitt
     
  Windlade Die Windladenfertigung
hat
begonnen.
 
     
Windlade mit Schieden Die Schiede und Kanzellen Windlade mit Schieden
  Schleifen aus feinem
Eichenholz
mit
Bohranweisung
v
Windlade mit Schleifen Die Windlade mit Schleifen Eicheschleifen
  Die Pedalladen mit Stöcken
Die Manuallade
  Tremulantenbalg

Fertigung der Ventile

 

 
 
     
     
Die Stöcke werden gekesselt und
ausgebrannt.
   
Holzpfeifenbau
 



Die Vorschläge der Prospektpfeifen wurden aus ausgesuchten Eiche-
und Ahorhhölzern mit feiner Maserung gefertigt

 
     
Das Gehäuse wird aus
feiner Eiche gefertigt.
   
Das Orgelgehäuse wird im Montagesaal von
Hey Orgelbau aufgestellt.
 
 






Orgelbauer Thomas Hey
beim Pfeifenbau
 
 

 

 

Die Holzflöte 4' des
Hinterwerkes mit Deckblättern
aus Elsbeere.

Im Vordergrund: Die Schleifen
und Stöcke aus Eichenholz.

 

 

 
 

 

 

 

Die Sprügelungen für die
Gehäusefüllungen werden per
Handhobel eingepasst.

 
 

 

Im Vordergrund ist das
Wellenbrett des Hinterwerk
zu sehen.

Dahinter die Manualwindlade
mit Flöte 4'.

Im Hintergrund das Orgelgehäuse
mit Gedacktbass 8'
im Prospekt der Pedaltürme.

     
     
Die neue Orgel im Montagesaal.
 
 
     
     
Spieltischbau
  Die Manubrie
Elektrische Registerzüge
über Manual II  >
   
     
   

Spieltischdetails

 
Eiche und Ahorn, Klaviaturbacken mit Intarsien

     
     
     
Aufbau der Holzpfeifen

<   Holzpfeifen mit Ahorn
Deckblatt

   
Entwurf für die Ornamentik   >

 

Ornamentik aus Ahorn und
Gehäuse aus Eiche.
   
 
GLORIA SANGUINI IESU
EHRE SEI DEM BLUTE JESU

Die neue Hey-Orgel in der Kirche des Frauenklosters zu Schellenberg steht unter dem Leitwort GLORIA SANGUINI IESU. So dient sie auf ihre Weise dem fortwährenden Lobpreis von Jesu kostbarstem Blut, das der Herr - aus unendlicher Liebe -zum Heil der Menschen vergossen hat. Das Erlöserblut ist "wie eine Posaune, die ruft" (hl. Bernhard von Clairvaux); bei seiner Verehrung öffnet sich gleichsam "die Schatzkammer der Weisheit und Heiligkeit" (hl. Kaspar del Bufalo). Klangfülle und Klangschönheit der Jubiläumsorgel (150 Jahre Frauenkloster Schellenberg: 1858 - 2008) tragen dazu bei, den unerschöpflichen geistlichen Schatz des Kostbaren Blutes immer mehr und immer neu zu entdecken. Sie unterstützen die besondere Aufgabe der Klostergemeinschaft, welche in der Verherrlichung und immerwährenden Anbetung des kostbaren Blutes Jesu Christi im heiligsten Sakrament des Altares besteht.

Kurztext von S.Exz. Wolfgang Haas
 Erzbischof von Vaduz

   

 

   

 

 

 

 

 

Abbau der Orgel und...

  ...sorgfältiges Verladen in den LKW.
 
   
Alles ist heil angekommen und wird in den Kirchenraum gebracht.
  Der Spieltisch kommt auf die Empore.
Die Bodenrahmen werden gelegt.
  Die Ornamente werden eingebaut.
     
 

 

 


Nach 4 Tagen Montage.

 
 

 
 
 
     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos vom Gießen der Platten.

 

     
   
Fotos vom Bau der Metallpfeifen
   
   

 

 

Die Pfeifenkörper werden Rundiert.

     
     
     
     

 

 

 

 

 


Gefährliche Orgelkäfer!

     
     
   
     
Segnung der neuen Hey-Orgel
durch S.Exz. Wolfgang Haas,
Erzbischof von Vaduz
 
 
     
     

Festliche Orgelweihe war am 21. April 2007 um 14:00 Uhr durch S.Exz. Wolfgang Haas,
Erzbischof von Vaduz. Orgel-Konzert von Thomas Nipp, Balzers.

 

 

   

Disposition der neuen Orgel

I. Manual, HAUPTWERK, C - g’’’

1. PRINCIPAL 8'
2. GEDACKT

8'

3. OCTAVE 4'
4. VIOLA 4'
5. WALDFLÖTE 2'
6. MIXTUR 3 fach 1 1/3'

II. Manual, HINTERWERK, C - `g’’’

7. HOHLFLÖTE 8
8. SALICIONAL 8
9. VOX COELESTIS 8
10. HOLZFLÖTE 4
11. NASARD 2 2/3’
12. FLAGEOLETT 2’
13. TERZ 1 3/5’
14. OBOE 8’
Tremulant
 

PEDALWERK, C - f’

15. SUBBASS 16
16. GEDACKTBASS 8’
17. BASSFLÖTE 4’
Die Orgelwerke stehen hinter einem Generalschweller
Normalkoppeln: I/P, II/P, II/I
 
 

 

PRESSEMITTEILUNG DES ERZBISTUMS VADUZ
vom 21. April 2007

Neues Meisterwerk der Orgelbaukunst in der Klosterkirche von Schellenberg

Am Samstag fand durch Erzbischof Wolfgang Haas im Beisein der Schwesternfamilie und der geladenen Gäste die Einweihung der neuen Orgel in der Kirche des Frauenklosters von Schellenberg statt. Nach der Segnung sang der Konvent die erste Sonntagsvesper im gregorianischen Choral mit Orgelbegleitung. Im anschliessenden Orgelkonzert, das der bekannte Balzner Organist und Musiker Thomas Nipp auf meisterhafte Weise darbot, erlebten die Anwesenden Klangfülle und Klangschönheit dieser "Königin der Instrumente" und konnten sich von der hervorragenden Qualität der ersten Hey-Orgel im Fürstentum Liechtenstein überzeugen. Virtuos spielte Thomas Nipp Werke von Georg Friedrich Händel, Josef Gabriel Rheinberger, Johann Sebastian Bach, Johann Pachelbel sowie Alexandre Guilmant und zwei eigene Meditationen über gregorianische Themen.

Die deutsche Orgelbaufirma Hey aus Ostheim-Urspringen (Unterfranken) hat mit der neuen Klosterorgel eine beeindruckende Leistung ihres Handwerks erbracht. Regionalkantor Wolfgang S. Kraus, Sohn des berühmten Regensburger Domorganisten Eberhard Kraus (gest. 2003), nahm die erwünschte Prüfung (Collaudation) ab; er hält in seinem Gutachten unter anderem fest: "Die neue Hey-Orgel der Klosterkirche Schellenberg kann getrost als ein technisch, optisch und klanglich gelungenes Meisterwerk der Orgelbaufirma bezeichnet werden. Sie gehört zwar sicher zu den kleineren Werken im Schaffen der weltweit tätigen Firma, aber ihr Nuancenreichtum an Klangfarben und die wunderbar an den wahrlich nicht einfach zu bewältigenden Raum und die mindestens ebenso anspruchsvollen liturgischen Anforderungen eines Anbetungsklosters abgestimmte Intonation verleihen ihr einen ganz besonderen Stellenwert. Mit ihr steht der Schwesterngemeinschaft ein Instrument zur Verfügung, das sich angenehm spielen lässt, das technisch einwandfrei ist und das klanglich immer wieder neue Entdeckungen ermöglichen wird. Das klangliche Spektrum der Orgel reicht von der charakteristischen Einzelstimme in vielen Varianten bis zu einem nahezu sinfonisch zu nennenden Gesamtklang, der akustisch einen weit größeren Raum vermuten lässt, als er tatsächlich vorhanden ist." Das dreiteilige Orgelgehäuse auf der Empore der Klosterkirche ist aus bestem Eichenholz gefertigt und künstlerisch raumangepasst gestaltet. Die Orgel besitzt zwei Manualwerke und Pedal; sie hat 17 Register sowie entsprechende Koppeln und Spielhilfen. Nahezu 1000 Orgelpfeifen dienen einer Fülle von Klangvariationen.

Erzbischof Haas wies in seiner Ansprache darauf hin, dass es sich bei dem neuen Kircheninstrument gewissermassen um eine "Jubiläumsorgel" handle. Am 21. Juni 2008 wird nämlich das Frauenkloster von Schellenberg auf 150 Jahre seiner Geschichte zurückblicken können, welche mit der sogenannten Ewigen Anbetung am 21. Juni 1858 unter bescheidensten Umständen ihren Anfang nahm. Ebenso können auch die Missionare vom Kostbaren Blut auf den gleichen Zeitraum ihres Wirkens in Schellenberg zurückschauen, stand doch an der Wiege des dortigen Frauenklosters einer ihrer Patres, nämlich P. Franz Sales Brunner, der im Rufe der Heiligkeit starb. Die 1880 eingeweihte Konventskirche im Schellenberger Frauenkloster erfuhr im Jahre 2001 eine grosszügige Neugestaltung und Weihe der Altäre. Die Schwestern dieses Klosters wollten auf das 150-Jahr-Jubiläum hin einen besonderen liturgischen Akzent setzen, und zwar durch die notwendig gewordene Anschaffung einer neuen Orgel für deren Kirche. Dieser Wunsch ist nun in Erfüllung gegangen. Namentlich durch zwei grosszügige private Spenden konnte das Projekt verwirklicht werden, wofür den Sponsoren herzlicher Dank gebührt. Sie und alle, die in irgendeiner Weise an der Schaffung dieses Meisterwerkes beteiligt waren, besonders aber die Klosterfamilie und die ihr verbundenen Gläubigen dürfen sich über die in jeder Hinsicht beeindruckende Jubiläumsorgel herzhaft freuen. Der Orgelbaufirma Hey gebühren volle Anerkennung und hohes Lob.

Erzbischof Haas betonte anlässlich der Orgelweihe: "Die neue Hey-Orgel in der Kirche des Frauenklosters zu Schellenberg steht unter dem Leitwort ‘Gloria Sanguini Jesu’ (‘Ehre sei dem Blute Jesu’). So dient sie auf ihre Weise dem fortwährenden Lobpreis von Jesu kostbarstem Blut, das der Herr - aus unendlicher Liebe - zum Heil der Menschen vergossen hat. Das Erlöserblut ist ‘wie eine Posaune, die ruft’ (hl. Bernhard von Clairvaux); bei seiner Verehrung öffnet sich gleichsam ‘die Schatzkammer der Weisheit und Heiligkeit’ (hl. Kaspar del Bufalo). Klangfülle und Klangschönheit der Jubiläumsorgel (150 Jahre Frauenkloster Schellenberg: 1858 - 2008) tragen dazu bei, den unerschöpflichen geistlichen Schatz des Kostbaren Blutes immer mehr und immer neu zu entdecken. Sie unterstützen die besondere Aufgabe der Klostergemeinschaft, welche in der Verherrlichung und immerwährenden Anbetung des kostbaren Blutes Jesu Christi im heiligsten Sakrament des Altares besteht."

Die Orgellandschaft Liechtensteins ist nun um ein wahres Meisterwerk der Orgelbaukunst reicher. Das kann gewiss Anlass zur Freude und Dankbarkeit sein.

vobiscum 03/2007: Die neue Orgel

   

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